6 Vorteile pflanzlichen Proteins

Montag, 08. Juli 2019

6 Vorteile pflanzlichen Proteins

Pflanzliches Protein bietet einige Vorteile gegenüber tierischem. Schauen wir uns das genauer an.

Warum Protein

Ohne Protein würde der menschliche Körper aufhören, zu funktionieren. Proteine sind die Bausteine des Lebens. Jede Zelle besteht aus Aminosäuren, die die Bausteine von Protein sind. Protein unterstützt das Energielevel, baut Muskelmasse auf und ist wichtig für die Bildung von Enzymen und Neurotransmittern. Kein Wunder also, dass Protein als einer der drei Makronährstoffe (neben Fett und Kohlenhydraten) gilt.

Wer sich jetzt aber ein saftiges Steak reinziehen will, sollte eines beachten: nicht nur Protein an sich ist wichtig, sondern auch, woher der Körper es bekommt. Pflanzliche Proteine bieten nämlich einige Vorteile, die man sich genauer anschauen sollte.

Vorteile pflanzlichen Proteins

Verbesserte Verdauung

Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse und Samen beinhalten viele lösliche und nicht lösliche Ballaststoffe, die auf ganz natürliche Art und Weise die Verdauung ankurbeln. Lösliche Ballaststoffe sorgen dafür, dass wir uns nach dem Essen voll fühlen, unlösliche helfen der Verdauung.

Verbesserter Stoffwechsel

Die Kombination von Ballaststoffen und Protein in vielen pflanzlichen Nahrungsmitteln bedeutet, dass der Körper eine Weile braucht, bis er vollwertige Lebensmittel verdaut hat. Pflanzliches Protein wird wegen all der Ballaststoffe langsamer verdaut als Fett oder Kohlenhydrate. Je mehr Arbeit der Körper in die Verdauung stecken muss, desto mehr wird der Stoffwechsel angetrieben.

Kardiovaskuläre Gesundheit

Menschen, die wenig oder keine Tierprodukte essen, haben tendenziell einen niedrigeren Cholesterinspiegel, weil sie weniger gesättigte Fettsäuren konsumieren. Pflanzen enthalten – mit Ausnahme von Kokosnuss- und Palmöl – nur sehr geringe Mengen an gesättigten Fettsäuren. Außerdem sind auch Pflanzensterole gut für die Herzgesundheit.

Weniger zugesetzte Hormone und Antibiotika

In der industriellen Massentierhaltung wird heute viel mit dem Einsatz von Antibiotikas und auch Hormonen gearbeitet. Das stellt sicher, dass die Tiere schneller wachsen und nicht krank werden. Pflanzliche Nahrungsmittel dagegen sind frei von zugesetzten Hormonen oder Antibiotikas und enthalten Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien ...

Gut für die Erde

Wählt man eher pflanzliche Proteinquellen als tierische, hat das auch einen positiven Effekt auf die Umwelt und das Klima. Die Produktion von einem Kilo Rindfleisch benötigt je nach Quelle zwischen vier und sechzehn Kilogramm Getreide bzw. Soja. Dazu kommen noch ein hoher Wasserverbrauch von bis zu 15 Liter pro Kilo, der Ausstoß von Treibhausgasen und ein Bedarf an Fläche. Füttert man das Getreide nun nicht den Tieren, sondern isst man es gleich selbst, muss man kein Mathematiker sein, um sich ausrechnen zu können, dass das besser für Klima und Umwelt ist.

Vitaminbomben und Mineralstoffgranaten

Das muss man eigentlich nicht mehr wiederholen, denn jeder Mensch hat das mindestens schon tausende Male gehört – aber einmal noch, weil es so schön ist: Pflanzliche Lebensmittel liefern dem Körper wichtige Nährstoffe, von Vitaminen über Mineralstoffe bis hin zu sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien. Will man gesund bleiben, sollte man sich hauptsächlich pflanzlich ernähren.

Proteinreiche pflanzliche Lebensmittel

Nun, da wir uns einige Vorteile angeschaut haben, möchten wir noch einige proteinreiche pflanzliche Lebensmittel auflisten:

  • Hülsenfrüchte: Bohnen, Edamame, Erbsen, Kichererbsen, Linsen, Soja ...
  • Vollkornprodukte: Amaranth, Buchweizen, Dinkel, Hirse, Hafer, Quinoa, Reis ...
  • Nüsse / Samen: Chiasamen, Erdnüsse, Hanfsamen, Kürbiskerne, Mandeln, Pistazien, Sesamsamen, Sonnenblumenkerne ...

Am besten kombiniert man immer zwei dieser drei Lebensmittelgruppen pro Mahlzeit. So stellt man sicher, dass man mit jeder Mahlzeit alle 20 Aminosäuren bekommt.